Endlich. Endlich habe ich das Gefühl, eine kleine Verschnaufpause eingelegt zu haben und mit neuer Ruhe wieder in den Alltag einsteigen zu können. Die letzten Wochen waren super spannend, voller toller Erfahrungen und Begegnungen. Aber sie waren dann doch auch relativ anstrengend. In Indien rumfahren/fliegen und Sightseeing betreiben, das ist schon ein wenig anstrengend. Das ganze noch zwischen Arbeitstrips zu bewerkstelligen geht nicht lange gut
Innerhalb eines Monats hat es mich also in zwei von Indiens vier großen Städten verschlagen, Kolkata und Mumbai. Außerdem war ich in der Hautpstadt Bangladeshs, Dhaka. Und dann war da noch die Arbeitsvisite nach Pune und das mystische Varanasi, eine der älstesten und heiligsten Städet der Welt.
Ihr mögt mir verzeihen, wenn ich deswegen nur kurz über die jeweiligen Reisen berichten werde. Mehr gibts im Dropbox-Ordner und natürlich mündlich nach meiner Rückkunft.
Die Reise zum South Asia Social Forum in Dhaka führte über Kolkata. Kolkata wird von manchen als von den vier großen als die ökonomisch undynamischste Stadt Indiens bezeichnet. Anders ausgedrückt, das “neue Indien” findet sich eher in Mumbai & Bangalore und vielleicht auch Delhi. Das ist mir dann auch relativ schnell aufgefallen, Kolkatas Stadtbild war dann doch eher ein vergleichsweise ärmeres, auch im Nachhinein mit Mumbai verglichen. Im Gegensatz zu Mumbai waren in kolkata auch weniger junge, westlich gekleidete Menschen zu sehen, weniger “New Middle Class” usw.. Allerdings hatten wir nur sehr wenig Zeit, deswegen sollte ich vielleicht nicht zuviel schreiben. Ich kam auf jeden Fall zum ersten Mal in den Genuss der riesigen Auswahl indischer Süßigkeiten und von frischem Kokosnuss-Wasser, einem sehr erfrischenden Getränk.
Auf dem Rückweg hielten wir dann nochmal in der Stadt, diesmal schauten wir uns eines der Wahrzeichen der britischen Verwaltung an, die hier lange Zeit ihren Hauptsitz hatte. Das Victoria Terminal erinnert an pompöse koloniale Zeiten, an Zeiten, als Großbritannien wirklich noch soviel Macht hatte, wie es jetzt wohl immer noch gerne hätte (siehe die augenblickliche Euro-Diskussion). Es lässt natürlich gekonnt jeglichen Bezug zur hiesigen Bevölkerung weg. Im Vordergrund stehen einzig und allein die ganzen Verwalter, Generäle, Gouverneure und KönigInnen, allen voran Queen Victoria, welche definitiv nicht zuwenig gegessen haben muss.
Insgesamt waren es gute Eidrücke, aber leider viel zu kurz. Außerdem hat mich dann noch der Delhi Belly (in diesem Fall wohl Kolkata Belly) erwischt, nachdem ich etwas leichtsinnig (was soll nach 2 Monaten mit stabilem Magen auch passieren) einen rohen Nuss-Zwiebel-Tomatensalat von einem Straßenverkäufer gekauft habe. Danach lag ich erst mal 2 Tage flach.
So, das war der kurze Bericht über Kolkata, morgen sollte es mehr geben, falls ich nicht völlig geschafft bin.
Im Dropbox Ordner sind jetzt auch verschiedene Alben am Hochladen. Das könnte allerdings noch eine Weile dauern. Unter “November” gibts die Fotos aus Dhaka & Kolkata, die Fotos aus Pune & Mumbai sowie Ballia & Varanasi sind natürlich im Dezember Ordner. Alle Fotos haben einen eigenständigen Dateinamen, so hat mensch wenigstens eine Ahnung, um was es sich handelt.












