Die Reise nach Dhaka begann mit dem Flug von Kolkata. Wieder einmal machte ich die Erfahrung mit wunderbarem Flugzeug-Essen. Außen vielversprechend, innen…na ja.
Der Flug selber war aber sehr nett, da es in der Economy-Klasse keine Plätze mehr gab und ich deswegen Business fliegen “musste”. Soviel Beinfreiheit hat mensch selten.
Einmal in Dhaka angkommen, gings relativ gut durch die Grenzkontrolle und dann Richtung Innenstadt – ein langwieriges Unterfangen. Was mir auffiel war, dass die Straßen im Vergleich zu Lucknow und Kolkata sauberer wirkten. Auch waren auf den ersten Blick weniger Straßenverkäufer und Bettler zu sehen. Und meine Mitfahrer bestätigten meine Beobachtung, dass das Hupen für die Einwohner Dhakas wohl eine weniger essentielle Rolle spielt wie für die in vielen indischen Städten.
Das Hotel war wunderbar, es gab die erste lange, heiße Dusche seit zwei Monaten (ein bisschen Luxus muss auch mal sein, oder?) und wunderbares Essen. Die Zimmer kosteten 40 Dollar/Nacht, für Dhaka also ein sehr gehobenes Hotel und das merkte ich. Die Nacht war ruhig und am nächsten Morgen gings in Richtung SASF. Ich war leider etwas arg gestresst, da ich ja eine Präsentation zum Thema “Gemeinsame Herausforderungen des Rechts auf Nahrung in Südasien” halten würde. Die Organisation war mehr als chaotisch, aber immerhin hatten wir 30 Minuten vor Beginn der von FIAN organisierten Veranstaltung unseren Raum gefunden (ein schier unmögliches Unterfangen auf dem verwinkelten Gelände der Universität Dhaka – kein Wunder, dass hier der blutige Aufstand gegen Pakistan begann) und 5 Minuten vor Beginn hatten wir dann auch tatsächlich den versprochenen Beamer.
Aus den 20 Minuten, die mir zustanden, wurden dann 40, aber wie soll mensch auch über ein solch komplexes Thema so wenig sagen?
Die Veranstaltung verlief auch danach ganz gut und wir liefen noch ein wenig auf dem Campus herum. Dabei fiel mir dieses wunderbare Plakat auf:
Am nächsten Tag besuchten Deepak und ich noch ein anderes SASF Workshop zu Landgrabbing in Südasien. Danach liefen wir ein wenig in der gegend rum, um am Abend noch mehr herumzulaufen. Insgesamt hatten wir aber in Dhaka viiiieeel zu wenig Zeit, die Stadt zu sehen – es war einfach zuviel rumorganisiere, geplane drumherum, Sanjay hatte mir gleich mehrere Aufgaben aufgetragen. Neben der Präsentation war ich dann auch für die Hotelsuche, für die Programmgestaltung und für Fotografie und Protokollschreiben zuständig. Kein Wunder, dass ich dann auf der Rückreise meinen Kolkata Belly bekommen habe.
Es war trotzdem ein netter Eindruck. Dhaka war dann doch irgendwie ähnlich…und irgendwie anders. Das Straßenbild gleicht dem der indischen Städte, die Menschen die wir getroffen haben schienen mir einen Tick weniger offen und aufdringlich zu sein. Natürlich ist Bangladesh vorwiegend muslimisch, das merkte ich am Essen, am Adhan und an fehlenden Gerüchen (Weihrauch) und Kühen. Aber, wie bei allen anderen Stadtbesuchen der letzten Wochen blieb mir einfach zuwenig Zeit (ich hatte für keine Stadt mehr als 2 Tage), um wirklich einen Eindruck zu formen.













